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Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB und § 315d HGB beinhaltet die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Zusammensetzung und Arbeitsweise von Ausschüssen des Aufsichtsrates, die Zielgrößenfestlegungen nach § 76 Absatz 4 und § 111 Absatz 5 AktG und die Angaben zur Erreichung der Zielgrößen sowie eine Beschreibung des Diversitätskonzepts.

Die aktuelle Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex findet sich hier.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Ergänzend zu den Empfehlungen weist der Deutsche Corporate Governance Kodex Anregungen aus. Eine Darstellung und Begründung der Abweichungen von diesen Anregungen ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Technotrans legt jedoch auch die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der Unternehmensführung zu Grunde.

Für Vorstand und Aufsichtsrat sind die Empfehlungen und Anregungen des Corporate Governance Kodex ebenso wie die gesetzlichen Vorschriften integraler Bestandteil der täglichen Arbeit. Die Gremien überprüfen die Einhaltung der Standards in regelmäßigen Abständen, sodass für die Aktionäre, die Mitarbeiter und nicht zuletzt für das Unternehmen selbst die Berücksichtigung der Aspekte jederzeit gewährleistet ist.

Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln, das geltendes Recht beachtet, ist für technotrans unverzichtbares Element unternehmerischer Kultur. Hierzu gehören auch Vertrauen, Respekt und Integrität im Umgang miteinander. Die konkreten Prinzipien und Grundregeln für unser Handeln sowie unser Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und Öffentlichkeit sind im technotrans Verhaltenskodex zusammengefasst [www.technotrans.de/de/investor-relations/corporate-governance/compliance.html]. Zudem hat technotrans den Global Compact der Vereinten Nationen unterschrieben.

Compliance als Gesamtheit der konzernweiten Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und verbindlichen internen Regelwerken ist bei technotrans eine wichtige Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Der Vorstand hat seine ablehnende Haltung gegenüber Kartell- und Korruptionsverstößen im technotrans Verhaltenskodex unmissverständlich zum Ausdruck gebracht.

Dieser Verhaltenskodex ist für alle Mitarbeiter der technotrans Unternehmensgruppe weltweit bindend. Er definiert grundlegende, weltweit gültige Verhaltensstandards und beschreibt, welches Verhalten von den Mitarbeitern erwartet wird. Es ist Aufgabe der Vorgesetzten, ihre Mitarbeiter dabei zu unterstützen. Schon der Rechtsverstoß eines einzigen Mitarbeiters kann die Reputation unseres Unternehmens ernsthaft beschädigen und technotrans erheblichen - auch finanziellen - Schaden zufügen.

technotrans toleriert keine Rechtsverletzungen und wird keinen dafür Verantwortlichen vor Sanktionen durch die Behörden schützen. Verstöße gegen Gesetze, internationale Standards und interne Vorschriften können Disziplinarmaßnahmen nach sich ziehen (einschließlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses) und zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden.
Fast immer lassen sich Rechtsverletzungen vermeiden, indem frühzeitig Rat beim Vorgesetzten, der zuständigen Abteilung (z.B. der Personalabteilung) oder dem Compliance Officer gesucht wird.  Außerdem ist jeder mutmaßliche oder tatsächliche Verstoß gegen Gesetze oder Unternehmensrichtlinien zu melden.

Die besondere Bedeutung von Compliance bei technotrans wird dadurch hervorgehoben, dass ein Mitglied des Vorstands für die Konzernfunktionen Recht & Compliance zuständig ist. Dieses Vorstandsmitglied berichtet regelmäßig im Aufsichtsrat bzw. im Prüfungsausschuss über Compliance-Themen. Der Chief Compliance Officer ist für die Steuerung des Compliance-Programms verantwortlich. Er berichtet unmittelbar an den Vorstand Recht & Compliance.

All diese Grundsätze werden mithilfe bestehender Programme und Managementsysteme umgesetzt. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung auf unserer Website sowie im Kapitel „ Grundlagen des Konzerns“ im Geschäftsbericht 2017 wird hierüber ausführlich informiert.

  • Leitung und Kontrolle

    technotrans weist ein duales Führungssystem auf. Die Aufgabenteilung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat richtet sich nach dem Aktiengesetz, der Satzung und den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat.

    Der Vorstand leitet gemeinschaftlich das operative Geschäft. Er bestand im Geschäftsjahr 2017 aus drei Mitgliedern und wird gemäß Gesetz und Satzung vom Aufsichtsrat überwacht. Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind auf den entsprechenden Seiten ("Organe") im Geschäftsbericht aufgeführt.
    Die Mitglieder des Vorstands tragen unbeschadet ihrer jeweiligen Ressortzuständigkeit gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Das Management der Tochtergesellschaften und die Leiter der verschiedenen Funktions- und Produktbereiche berichten jeweils an ein Vorstandsmitglied. Der Vorstand wird vom Aufsichtsrat beraten, überwacht und kontrolliert. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, die Unternehmensstrategie sowie über mögliche Risiken.

    Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates der technotrans AG ist gesetzlich vorgegeben und im Einzelnen in der Satzung geregelt. Vier der sechs Mitglieder des Aufsichtsrates werden von den Anteilseignern gewählt, zwei Mitglieder sind gewählte Vertreter der Beschäftigten. Zudem hat der Aufsichtsrat Ziele für seine Zusammensetzung festgelegt. Der Aufsichtsrat hat sich und seinen Ausschüssen eine Geschäftsordnung gegeben.

    Einzelheiten zur Zusammensetzung der Organe und zur Verteilung der Vorstandsressorts finden sich ebenfalls im Abschnitt „Organe“.

    Die Aktionäre der technotrans AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Die jährliche Hauptversammlung findet in der Regel im Mai statt. Den Vorsitz der Hauptversammlung führt der Aufsichtsratsvorsitzende. Die Hauptversammlung entscheidet über alle ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben (u. a. Gewinnverwendung, Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, Wahl der Aufsichtsratsmitglieder, Kapitalmaßnahmen und Satzungsänderungen).

  • Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen

    Die Mitglieder des Vorstandes sind dem Gesetz nach gemeinschaftlich zur Geschäftsführung befugt. Eine detaillierte Darstellung der Zuständigkeiten und Ressorts findet sich im Geschäftsbericht im Abschnitt "Organe". Alle Mitglieder sind eng in die operativen Aktivitäten eingebunden.
    Entsprechend der gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften bestellt der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstandes. Er erlässt eine Geschäftsordnung für den Vorstand, die einen Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte enthält, sowie einen Geschäftsverteilungsplan.
    Die Vorstandsmitglieder nehmen in der Regel an den Sitzungen des Aufsichtsrates teil und berichten schriftlich und mündlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und Beschlussvorlagen und beantworten die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder.

    Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Die Tagesordnung sowie eine ausführliche schriftliche Unterlage erhält der Aufsichtsrat eine Woche vor seiner Sitzung.
    Der Vorsitzende des Aufsichtsrates berichtet auf der Hauptversammlung über die Tätigkeit des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse an die Aktionäre.
    Insbesondere der Vorsitzende des Aufsichtsrates trifft sich regelmäßig mit dem Vorstand und erörtert mit diesem aktuelle Fragen. Außerhalb dieser Treffen informiert der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden über aktuelle Entwicklungen.

    Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat drei Ausschüsse gebildet. Der Nominierungsausschuss (Mitglieder: die Vertreter der Aktionäre im Aufsichtsrat) schlägt geeignete Kandidaten für Wahlen der Hauptversammlung zum Aufsichtsrat vor. Des Weiteren wurde ein Prüfungsausschuss gebildet (Mitglieder: Dieter Schäfer, Dr. Wolfgang Höper, Heinz Harling) und ein Personalausschuss für Vorstandsangelegenheiten (Mitglieder: Heinz Harling, Dr. Norbert Bröcker und Dr. Wolfgang Höper). Der Prüfungsausschuss tagt in Anwesenheit des Abschlussprüfers und der Vorstände, und befasst sich mit Fragen des Jahresabschlusses, der Rechnungslegung, des Controllings und des Risikomanagements, steuerlichen Themen, der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfer, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung der Prüfungsschwerpunkte und der Honorarvereinbarung. Die zu veröffentlichenden Zwischenberichte werden von den Mitgliedern des Ausschusses zuvor erörtert.
    Mindestens einmal jährlich überprüft der Aufsichtsrat anhand eines strukturierten Fragebogens die Effizienz seiner Arbeit.

  • Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrates und des Vorstandes gem. § 111 Abs. 5 AktG

    Der Aufsichtsrat steht der Tätigkeit von Frauen im Aufsichtsrat ebenso wie im Vorstand offen gegenüber. Gleichwohl will der Aufsichtsrat daran festhalten, auch künftig sowohl bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung für Aufsichtsratsmitglieder als auch bei der Berufung von Vorstandsmitgliedern nicht das Geschlecht in den Vordergrund zu stellen, sondern sich weiterhin –  unabhängig vom Geschlecht –  an den Kenntnissen und fachlichen Qualifikationen der infrage kommenden Personen zu orientieren.
    Der Aufsichtsrat hat im September 2015 daher – vor dem Hintergrund, dass diese Zielgrößen dem jeweiligen gegenwärtigen Frauenanteil entsprechen –  sowohl die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat als auch die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand mit null Prozent festgelegt. Die Umsetzungsfristen endeten einheitlich erstmals am 30. Juni 2017. Im Umsetzungszeitraum hat sich an dem Anteil von Frauen im Aufsichtsrat und im Vorstand nichts verändert. Für die Zeit nach dem 30. Juni 2017 hat der Aufsichtsrat erneut die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand mit null Prozent festgelegt. Um tatsächlich die besten geeigneten Kandidaten oder Kandidatinnen für Vorstand und Aufsichtsrat zu finden, die die erfolgreiche Entwicklung der technotrans AG in den letzten Jahren fortsetzen, spricht sich der Aufsichtsrat dafür aus, die Zielgrößen weiterhin bei null Prozent festzusetzen.

    Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Erfahrungen bei der Neubesetzung des Vorstands sieht der Aufsichtsrat zahlenmäßige Zielsetzungen kritisch, da sie entsprechende Auswahlverfahren zusätzlich erschweren. Die Umsetzungsfristen laufen jeweils bis zum 30. Juni 2022. Der Aufsichtsrat schließt nicht aus, gleichwohl auch bereits vor dem 30. Juni 2022 eine Kandidatin für die Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen oder eine Frau in den Vorstand zu berufen, sofern sich aufgrund einer aus Sicht des Aufsichtsrates geeigneten Kandidatin hierzu Gelegenheit bietet. Auch im Zuge der aktuellen Neubesetzungen war der Aufsichtsrat für eine solche Berufung offen, auch wenn es letztlich zur Berufung zweier Männer in den Vorstand kam.

  • Ziele zur Besetzung von Führungsfunktionen gem. § 76 Abs.4 AktG

    Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand auf Vielfalt (Diversity) und strebt insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes legt der Vorstand die Zielgrößen fest. Der Vorstand hat daher im September 2015 für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene der technotrans AG unterhalb des Vorstandes eine Zielgröße von rund 6 Prozent und für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstandes rund 17 Prozent festgelegt. Diese Zielgrößen sollen bis zum 30. Juni 2017 erreicht bzw. aufrechterhalten werden.

    Der Vorstand steht der Tätigkeit und Förderung von Frauen in Führungspositionen offen gegenüber. Mit Blick auf die vergleichsweise geringe Anzahl an Führungspositionen bei der technotrans AG wertet er allein die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht jedoch nicht als geeignetes Kriterium für die Auswahl von Führungskräften. Bei der Entscheidung des Vorstandes über die Besetzung der Führungsebenen findet daher vorrangig die Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber Berücksichtigung. Die Erfahrungen in der Vergangenheit haben gezeigt, dass eine angemessene Berücksichtigung von Frauen in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes unter Heranziehung dieser Maßstäbe einen über Jahre wachsenden Prozess darstellt. Aus diesem Grunde ist der Vorstand der Ansicht, dass die Beibehaltung des Status quo angesichts der relativ kurzen Umsetzungsfrist von weniger als zwei Jahren jeweils eine angemessene Zielgröße darstellt. Dies gilt umso mehr, als dass der derzeitige Frauenanteil in den beiden Führungsebenen nach Einschätzung des Vorstandes als vergleichsweise hoch zu werten ist. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass für die Wahrnehmung von Führungsaufgaben bei der technotrans AG häufig technische und ingenieurwissenschaftliche Qualifikationen erforderlich sind und es nach wie vor deutlich weniger Frauen als Männer mit einschlägigen Qualifikationen in diesen Fachrichtungen gibt.

  • Transparente Unternehmenskommunikation

    Eine offene, transparente Unternehmenskommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil guter Corporate Governance. Neben klaren und verständlichen Inhalten erfordert dieser Aspekt auch einen gleichberechtigten Zugang aller Zielgruppen zu den Informationen des Unternehmens.

    technotrans misst dem Internet als orts- und zeitunabhängigem sowie frei zugänglichem Informationsmedium eine hohe Bedeutung bei. Entsprechend hält der Internetauftritt von technotrans für die interessierte Öffentlichkeit eine Vielzahl von gut strukturierten Informationen rund um das Unternehmen bereit. Im Bereich "Investor Relations" sind beispielsweise umfassende finanzwirtschaftliche Informationen über technotrans abrufbar, wie z. B. Geschäfts- und Zwischenberichte sowie Ad-hoc- und Pressemitteilungen. Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.

    Die geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse, d. h. die Veröffentlichungstermine des Geschäftsberichtes und der Zwischenberichte sowie der Termin der Hauptversammlung, sind in einem "Finanzkalender" zusammengestellt. Dieser wird mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite von technotrans zur Verfügung gestellt. Die Termine für die Veröffentlichungen orientieren sich an den Anforderungen der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standards.


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