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07.08.2012
Kategorie: technotrans, 2012, Investor Relations

technotrans erwartet stärkeres zweites Halbjahr 2012

Umsatz 42,0 Millionen € im ersten Halbjahr 2012 / Rückgang schwächt sich im zweiten Quartal ab / Ergebnis (EBIT) erreicht stabile 0,9 Millionen € / Ziele fürs Gesamtjahr bestätigt


Wie erwartet gestaltete sich der Geschäftsverlauf für die technotrans-Unternehmensgruppe im ersten Halbjahr 2012 ruhig. Sie erwirtschaftete während der ersten sechs Monate einen Umsatz in Höhe von 42,0 Millionen € nach 48,3 Millionen € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mit einem Umsatzanteil von 21,6 Millionen € zeigte das zweite Quartal 2012 zwar eine Verbesserung gegenüber dem ersten Quartal (20,4 Millionen €), dennoch lag er noch 10,8 Prozent unter dem Umsatz im zweiten Quartal des Vorjahres (24,2 Millionen €). Ursächlich für den Rückgang war wie schon im ersten Quartal die Branchenkonjunktur in der Druckindustrie.

Der Umsatzrückgang hat sich auch im Ergebnis niedergeschlagen. Die EBIT-Marge reduzierte sich von 5,6 Prozent im Vorjahr auf 4,3 Prozent für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) erreichte damit 1,8 Millionen € nach 2,7 Millionen € im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal wurden erneut 0,9 Millionen € EBIT erwirtschaftet, das entspricht einer Marge von 4,2 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent). Ebenso wie im ersten Quartal 2012 betrug der Periodenüberschuss im zweiten Quartal 0,5 Millionen €, für das erste Halbjahr also insgesamt 1,0 Millionen €. Das entspricht einem Ergebnis je im Umlauf befindlicher Aktie von insgesamt 0,16 €.

„Da wir in unseren Planungen für das Geschäftsjahr von stetigen Verbesserungen über die Quartale ausgegangen waren, liegt die bisherige Entwicklung insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen“, sagt Henry Brickenkamp, Sprecher des Vorstands der technotrans AG. Angesichts der Tatsache, dass im ersten Halbjahr 2012 auch die Belastungen für die alle vier Jahre stattfindende Messe drupa berücksichtigt sind, zeigt sich hier dennoch eine deutlich reduzierte Kostenbasis. Der Vorstand erwartet daher für das zweite Halbjahr bereits bei einem moderaten Umsatzanstieg eine spürbare Ergebnisverbesserung.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten in der technotrans-Unternehmensgruppe im ersten Halbjahr weiter rückläufig gewesen. Unverändert wirken hier die Konsolidierungsmaßnahmen der letzten Jahre. Zum Stichtag 30.06. waren 624 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern beschäftigt (Vorjahr 665), davon 476 (Vorjahr 502) im Inland und 148 im Ausland (Vorjahr 163).

Die Segmente

Der für das erste Halbjahr erwartete Umsatzrückgang hat sich ebenso erwartungsgemäß ausschließlich im Segment Technology niedergeschlagen. Der Segmentumsatz nach sechs Monaten erreichte nur 24,3 Millionen € (Vorjahr 31,0 Millionen €), das entspricht einem Rückgang um 21,7 Prozent. Bereits im zweiten Quartal hat der Abschwung jedoch wieder etwas an Dynamik verloren, er betrug nur noch -17,1 Prozent (Vorquartal -26,2 Prozent). Der Umsatz in diesem Zeitraum erreichte 12,8 Millionen € (Vorjahr 15,4 Millionen €). Ursächlich für die sich seit der zweiten Jahreshälfte 2011 abschwächende Nachfrage waren das allgemeine konjunkturelle Umfeld und die speziellen Rahmenbedingungen der Druckindustrie, die neben den strukturellen Veränderungen auch erfahrungsgemäß zu einer Investitionszurückhaltung vor der Branchenmesse drupa führen.

Das Ergebnis des Segments war unter diesen Umständen, aber auch aufgrund der Aufwendungen für die drupa, im ersten Halbjahr 2012 mit -1,1 Millionen € noch negativ. Die EBIT-Marge verbesserte sich im zweiten Quartal leicht auf -3,9 Prozent (1. Quartal: -5,1 Prozent). Das höhere Geschäftsvolumen, das im zweiten Halbjahr erwartet wird, sollte hier zu einer weiteren sequentiellen Verbesserung beitragen.

Unbeeindruckt von den Rahmenbedingungen zeigte sich hingegen wieder der Umsatz im Segment Services. Er erreichte im ersten Halbjahr 2012 einen Anstieg um 2,1 Prozent auf 17,6 Millionen € (Vorjahr 17,3 Millionen €). Auch im zweiten Quartal blieb der Segmentumsatz stabil, und dies trotz der drupa, wo üblicher Weise die intensive Betreuung der Installationen auf den Messeständen der Kunden während des Messeaufbaus und der Dauer der Ausstellung nicht vollständig abgerechnet werden kann. Das Segment profitierte hingegen weiterhin von dem zunehmenden Nachrüstgeschäft und dem Trend zur Modernisierung vorhandener Anlagen als Alternative zu Neuinvestitionen, beispielsweise im Zeitungsdruck.

Auch das Segmentergebnis entwickelte sich stabil und erreichte im ersten Halbjahr wie im Vorjahr 2,9 Millionen €, was einer EBIT-Marge von 16,2 Prozent entspricht. Hierzu beigetragen hat unverändert die gute Kapazitätsauslastung im allgemeinen Service-Bereich. Der personelle Ausbau der Kapazitäten der gds AG, unter anderem im Zusammenhang mit dem neuen Standort in Süddeutschland, belastete das Ergebnis hingegen vorübergehend.

Finanzlage

Ausgehend von einem Periodenüberschuss nach dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012 in Höhe von 1,0 Millionen € erreichte der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 3,6 Millionen € (Vorjahr 4,6 Millionen €). Veränderungen des Nettoumlaufvermögens setzten Zahlungsmittel in Höhe von insgesamt 0,8 Millionen € frei. Die Zahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit nach sechs Monaten betrugen deshalb 4,3 Millionen € (Vorjahr 1,1 Millionen €). Nach Abzug der gezahlten Zinsen und Ertragsteuern betrugen die Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit im Berichtszeitraum insgesamt erfreuliche 3,6 Millionen € (Vorjahr 0,1 Millionen €).

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug zum 30.6.2012 erneut nur 0,5 Millionen €. Mit 3,2 Millionen € erreichte der Free Cashflow nach sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein gutes Niveau (Vorjahr: -1,4 Millionen €).

technotrans hat im Laufe des ersten Halbjahres 2012 die zufriedenstellende Finanzlage und die Vorteile des derzeitig niedrigen Zinsniveaus dazu genutzt, nicht nur planmäßig Darlehen zu tilgen, sondern auch die zukünftige Finanzierungsstruktur anzupassen. Dadurch stehen der Rückführung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3,0 Millionen € Mittelzuflüsse durch die Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1,8 Millionen € gegenüber.

Die liquiden Mittel stiegen zum 30.6. auf 14,8 Millionen € (Vorjahr 10,0 Millionen €). Zusammen mit eingeräumten und zugesicherten freien Kreditlinien bietet die Finanzlage damit ausreichenden Spielraum, – nicht nur zur Finanzierung des laufenden Geschäfts, sondern auch für potenzielle Akquisitionen.

Die Nettoverschuldung, also die zinstragenden Verbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel, hat sich auf 1,4 Millionen € reduziert; das Gearing beträgt zum Stichtag nur noch 3,7 Prozent.

Ausblick

Zur Jahresmitte scheinen sich die Planungen des Vorstands für das Geschäftsjahr 2012 zu bestätigen. „Nach einem verhaltenen Start belebt sich das Geschäft nun wieder und schafft damit die Voraussetzungen für ein etwas stärkeres zweites Halbjahr“, sagt Henry Brickenkamp. „Die ursprüngliche Planung, 2012 einen Umsatz in der Größenordnung von 90 bis 95 Millionen € zu erwirtschaften, halten wir daher weiterhin für realistisch.“

Der Vorstand erwartet, dass sich die Nachfrage nach der drupa nun wieder normalisiert und zusätzlich die gut gefüllten Auftragsbücher der Druckmaschinenhersteller in den nächsten Quartalen zu einer besseren Auslastung beitragen. Mit dieser Erholung sollten die Umsätze im zweiten Halbjahr zumindest annähernd wieder auf das Vorjahresniveau zurückkehren. Der Geschäftsverlauf bei der jüngsten Tochtergesellschaft Termotek hat sich im laufenden Geschäftsjahr ebenfalls positiv gestaltet und auch die Kooperation mit der KLH Kältetechnik GmbH, einem Unternehmen, das ebenfalls im Bereich der Laserkühlung aktiv ist, hat sich bisher recht vielversprechend entwickelt. Nicht zuletzt sollte das Segment Services weiterhin mit stabilen Umsätzen und Margen zu der erfolgreichen Entwicklung der Unternehmensgruppe beitragen.

„Wir gehen deshalb davon aus, dass sich das Ergebnis im zweiten Halbjahr umsatzbedingt verbessert und durch den Wegfall der Belastungen des ersten Halbjahrs, wie den drupa-Kosten, die erwartete positive Entwicklung aufweisen sollte“, ergänzt Dirk Engel, Finanzvorstand der technotrans AG. „Entsprechende Anzeichen lieferte bereits der Juni, der bisher umsatzstärkste Monat des Geschäftsjahres. An dem Zielkorridor einer EBIT-Marge von 5 bis 6 Prozent für dieses Geschäftsjahr halten wir deshalb unverändert fest.“