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21.08.2015
Kategorie: technotrans, 2015

Technik und Naturwissenschaften fördern

IHK-Projekt: technotrans AG unterstützt Gymnasiasten


Sassenberg. – Ab heute gehen die Schülerinnen und Schüler des Laurentianum in Warendorf neue Wege bei der Erkundung der Berufswelt. Klarer Schwerpunkt der neuen Kooperation zwischen dem Gymnasium und der technotrans AG aus Sassenberg ist der naturwissenschaftlich-technische Bereich. Vertreter von Unternehmen und Schule unterzeichneten heute (20. August 2015) die Kooperationsvereinbarung.

Die Zusammenarbeit ist eingebunden in das Projekt „Partnerschaft Schule – Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Die technotrans AG ist das 18. Unternehmen im Kreis Warendorf, das eine Schulkooperation eingegangen ist. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen aus Sassenberg entwickelt Geräte und Systeme für die Kühl- und Flüssigkeitstechnik. Mit 22 Standorten und mehr als 780 Mitarbeitern ist es weltweit präsent.

Für das Gymnasium Laurentianum ist es die zweite Partnerschaft in der IHK-Initiative. Schulleiterin Marlis Ermer betont: „Als erste Schule im Kreis Warendorf konnten wir die Anwartschaft als MINT-EC-Schule im November 2015 in Empfang nehmen. Da noch intensivere Kooperationen mit der Wirtschaft vor Ort gewünscht wurden, haben wir nun mit der technotrans AG einen ganz starken Partner im MINT-Bereich gewinnen können.“ Durch die Kooperation sollen vor allem die Berufsorientierung der Jahrgangsstufen acht und neun in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gefördert werden. „Davon profitieren in Zukunft sicherlich noch mehr die Leistungskurse in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik“, so Ermer.

„Ziel ist, Schülern und Schülerinnen die Arbeitswelt so zu zeigen, wie sie ist - mit ihren Möglichkeiten und auch ihren Anforderungen“, erklärt IHK-Projektmitarbeiterin Inna Gabler. Viele Jugendliche hätten nur ungenaue Vorstellungen von den Karrierechancen im dualen Ausbildungssystem. Bei „Partnerschaft Schule-Betrieb“ geht es aber nicht nur um Berufsorientierung. Mit dem Projekt wolle die IHK die Unternehmen auch bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses unterstützen, erläutert IHK-Projektmitarbeiterin Gabler. „Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen: Die Schülerinnen und Schüler erkennen ihre Interessen im MINT-Bereich und das Unternehmen findet Talente, die es zu fördern lohnt, auch wenn das Zeugnis auf dem ersten Blick etwas anderes sagt.“

Die Zusammenarbeit beginnt mit Betriebserkundungen und Praktika, bei denen die Schülerinnen und Schüler die technotrans AG kennenlernen. Auszubildende werden ihnen in der Schule von ihren Ausbildungsberufen berichten und erklären, auf was es ankommt. In der Lehrwerkstatt der technotrans AG werden die Mitglieder der Technik-AG mit Unternehmensvertretern Facharbeiten anfertigen. An den MINT-Tagen erfahren die Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klassen von technotrans-Mitarbeitern, welche Karrierewege ihnen im Unternehmen offenstehen und welches naturwissenschaftlich-technische Know-how dafür wichtig ist. Ein Konzept, von dem alle Beteiligten profitieren: Die Jugendlichen sammeln eigene Erfahrungen in der Arbeitswelt, zugleich können technische Talente frühzeitig erkannt und weiter gefördert werden.

Tina Wegmeth, Personalreferentin und Ausbildungsleiterin der technotrans AG, unterstreicht angesichts sinkender Schulabgängerzahlen die Notwendigkeit, keine Talente unentdeckt zu lassen: „Um unser Unternehmen am Technologiestandort Sassenberg nachhaltig weiterzuentwickeln, müssen wir schon heute offensiv auf die jungen Leute zugehen und immer wieder begabte und motivierte Jugendliche insbesondere mit Blick auf den technischen Nachwuchs entdecken, ausbilden und fördern.“ Nur so könne ein Betrieb wettbewerbsfähig bleiben, so Wegmeth. In der Region gehört das Unternehmen mit derzeit rund 433 Mitarbeitern in Sassenberg, davon 62 Azubis, zu den größten Ausbildungsbetrieben.

Die IHK Nord Westfalen bietet Schulen und Unternehmen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region ihre Unterstützung bei der Anbahnung von Kooperationen an. Ansprechpartner für das Projekt „Partnerschaft Schule – Betrieb“ im Münsterland sind Sandra Beer, Telefon 0251 707-305, und Inna Gabler, Telefon 0251 707-304. In der Emscher-Lippe-Region Alexandra Bernhardt-Kroke, Telefon 0209 388-104.

Informationen im Internet unter: www.ihk-nordwestfalen.de/schule-betrieb