Suche
15.03.2011
Kategorie: technotrans, 2011

technotrans plant für 2011 Umsatzsteigerung und Ergebnisverdoppelung

Umsatz stieg 2010 um 4,5 Prozent / Ergebnis planmäßig wieder in allen Quartalen positiv / 2011 soll Umsatz auf 100 Mio. € steigen / EBIT-Verdoppelung auf 6-7 Mio. € geplant / Umsatzanteil von 15% außerhalb der Druckindustrie


Sassenberg/Frankfurt, 15. März 2011

Nach dem dramatischen Umsatzeinbruch infolge der weltweiten Wirtschaftskrise stabilisierte sich die Geschäftsentwicklung im technotrans-Konzern 2010 wieder. Insgesamt wurde ein Umsatz von 85,9 Mio. € erwirtschaftet, das entspricht einem Plus von 4,5 % gegenüber dem Vorjahr (82,2 Mio. €). Besonders deutlich zeigte sich der beginnende Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte im Segment Technology, das nach dem Einbruch 2009 um 53,0 % im abgelaufenen Geschäftsjahr nun ein Wachstum in Höhe von 5,3 % realisierte. Aufgrund zahlreicher Maßnahmen zur Steigerung und Stabilisierung der Profitabilität und im Einklang mit der Belebung des Geschäfts kehrte das Unternehmen planmäßig wieder in die operative Profitabilität zurück. War im Vorjahr noch ein EBIT von -11,9 Mio. € ausgewiesen worden (darin enthalten auch mehrere negative Sondereffekte), erreichte das EBIT für das Geschäftsjahr 2010 trotz weiterer Konsolidierungsmaßnahmen nunmehr 3,0 Mio. €; dies entspricht einer EBIT-Marge von 3,5 %.

„Während der letzten zwei Jahre hat die Wirtschaftskrise tiefe Spuren im Unternehmen hinterlassen, aber mittlerweile hat technotrans wieder festen Boden unter den Füßen. Parallel zu der Krisenbewältigung haben wir erfolgreich die Weichen gestellt, um zukünftig zusätzliche Umsatzpotenziale außerhalb der Druckindustrie zu erschließen. Die Übernahme der Termotek AG ist ein erster, sichtbarer Schritt, und weitere werden folgen. Damit befindet sich das Unternehmen auf dem richtigen Weg, um wieder zu früheren Umsatz- und Ergebnisniveaus zurückzukehren“, fasst Henry Brickenkamp, Sprecher des Vorstands der technotrans AG, die aktuelle Lage zusammen.

Belastend auf die Ertragssituation 2010 wirkte unter anderem ein Sozialplan im Zusammenhang mit der Verlagerung der Technikbereiche von Gersthofen (0,7 Mio. €) und eine weitere Wertminderung auf die dortige Immobilie (0,2 Mio. €). Durch die Auflösung von Rückstellungen im vierten Quartal konnte ein Teil der Belastungen kompensiert werden.

Für das Geschäftsjahr 2010 wird ein Konzernjahresergebnis in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr -10,3 Millionen €) ausgewiesen, dies entspricht einem Ergebnis je im Umlauf befindlicher Aktie von 0,24 € (Vorjahr -1,65 €). Aufgrund des hohen Bilanzverlustes der technotrans AG aus den Vorjahren wird das Jahresergebnis des Geschäftsjahres verrechnet. Für 2010 wird daher keine Dividende ausgeschüttet.

„Unser Umsatz- und Ergebnisziel für 2010 haben wir, wie erwartet, am unteren Ende der Spanne erreicht. Damit sind wir natürlich nicht zufrieden. Für 2011 und 2012 gehen wir von einer deutlich dynamischeren Entwicklung aus und sind zuversichtlich, dass unsere Aktivitäten jenseits der Druckindustrie uns helfen werden, wieder im Sinne unseres Selbstverständnisses ein echtes Wachstumsunternehmen zu werden“, ergänzt Brickenkamp.

Am 31.12.2010 waren im technotrans-Konzern 623 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, das waren 2,4 % weniger als zum Jahresende 2009. Durch die Übernahme von Termotek zum Jahresbeginn 2011 einerseits und die eingeleiteten Konsolidierungsschritte andererseits wird sich die Zahl im Jahresverlauf auf rund 650 in der Unternehmensgruppe einstellen.

Die Segmente

Der Umsatz im Segment Technology stieg 2010 um 5,3 % auf 51,4 Mio. € (Vorjahr 48,8 Mio. €). Treiber des Wachstums waren die Schwellenländer in Asien und Südamerika, die vermehrt kleinere, wenig automatisierte Druckmaschinen nachfragten.

Die im Verlauf der Krise eingeleiteten Maßnahmen zu Verbesserung der Profitabilität haben im Geschäftsjahr 2010 erste Erfolge gezeigt. Nachdem das EBIT im Vorjahr noch tiefrot ausgefallen war (-16,2 Mio. €), wurde nun aufgrund des immer noch verhältnismäßig geringen Umsatzvolumens noch ein Verlust in Höhe von -2,6 Mio. € erwirtschaftet. Mit den geplanten Umsatzsteigerungen sollte sich hier 2011 auch eine weitere Verbesserung einstellen.

Das Segment Services verbesserte seinen Umsatz ebenfalls gegenüber dem Vorjahr (33,4 Mio. €), und zwar um 3,3 % auf 34,5 Mio. €. Zufriedenstellend entwickelte sich besonders das Ersatzteilgeschäft, während das Projektgeschäft unverändert schwach war. Die gds AG, die im Bereich Technische Dokumentationen aktiv ist, konnte ebenfalls zum Wachstum beitragen.

Das Ergebnis des Segments profitierte von dem leichten Umsatzwachstum und dem vorteilhaften Produktmix, so dass sich das EBIT um 31,7 % auf 5,6 Mio. € verbesserte (Vorjahr 4,2 Mio. €). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 16,2 %, im Vorjahr hatte sie noch 12,7 % betragen.

Finanzlage

Ausgehend von einem Jahresergebnis von 1,5 Mio. € (Vorjahr -10,3 Mio. €) erreichte der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Änderung des Nettoumlaufvermögens 6,6 Mio. € (Vorjahr -4,4 Mio. €). Die Reduzierung der Vorrats- und Forderungsbestände trug positiv zur Entwicklung des Cashflows bei, belastend wirkten hingegen der leichte Rückgang der Verbindlichkeiten und der Rückstellungen.

Insgesamt betrugen die Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 7,4 Mio. € (Vorjahr 3,6 Mio. €). Dieser operative Cashflow reichte aus, um die Investitionen (1,3 Mio. €) zu decken. Der Free Cashflow erreichte 6,3 Mio. € (Vorjahr 2,4 Mio. €) und bietet eine gute Voraussetzung, dass das Unternehmen das geplante Wachstum zunächst aus eigener Kraft finanzieren kann. Die liquiden Mittel zum Jahresende stiegen um 2,8 Mio. € oder 27,7 % auf 13,1 Mio. € (Vorjahr 10,3 Mio. €).

Die Nettoverschuldung des Konzerns, also die zinstragenden Verbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel, betrug zum Stichtag noch 5,9 Mio. € (Vorjahr 12,4 Mio. €). Das Gearing, also die Nettoverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital, verbesserte sich auf 17,4 % (Vorjahr 39,5 %).

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2011 plant der Vorstand, den Umsatz wieder auf rund 100 Mio. € zu steigern. Das Wachstum wird dabei überwiegend vom Segment Technology getragen werden, da sich die Nachfrage aus der Druckindustrie sukzessive erholt. „Selbst unter der Annahme, dass sich das Investitionsvolumen mittelfristig nur auf 80 % des Vorkrisenniveaus erholen sollte, bietet dies für unser Unternehmen als Systemlieferant noch große Steigerungsmöglichkeiten. Zusätzliche Chancen würde natürlich ein zyklischer Aufschwung bieten“, beschreibt Brickenkamp die Perspektiven im Stammgeschäft. „Einen stärkeren Effekt für das Wachstum der technotrans-Unternehmensgruppe werden aber sicher die Aktivitäten jenseits der Druckindustrie und hier 2011 speziell die Übernahme der Termotek AG haben, die ab diesem Geschäftsjahr konsolidiert wird.“

Beim Ergebnis traut sich der Vorstand im laufenden Jahr eine Verdoppelung zu. „Unser Ziel ist es, im Geschäftsjahr 2011 den früheren Margenniveaus wieder einen großen Schritt näher zu kommen. Nach 3,5 % EBIT-Marge im vergangenen Jahr wollen wir 2011 das operative Ergebnis zunächst auf sechs bis sieben Prozent steigern“, sagt Finanzvorstand Dirk Engel. „Für 2012 werden wir die Weichen stellen, um im Jahresverlauf wieder an die operativen Margen in der Größenordnung um 10 % heranzukommen.“

Als Technologie- und Wachstumsunternehmen arbeitet technotrans bereits seit etwas mehr als einem Jahr an verschiedenen Projekten, mit denen zusätzliche Umsatzpotenziale außerhalb der Druckindustrie erschlossen werden sollen. „Diese Strategie verfolgen wir in der Überzeugung, dass die Rahmenbedingungen der Druckindustrie für unsere Wachstumsambitionen kurz- und mittelfristig nicht mehr genügend Potenzial aufweisen“, erläutert Brickenkamp. „Bereits 2012 erwarten wir weitere, signifikante Umsatzbeiträge aus diesen anderen Anwendungsbereichen, einerseits aus eigenen Entwicklungen und andererseits aus möglichen weiteren Akquisitionen. Dieses Umsatzwachstum wäre auch die Grundlage, um wieder in die Region zweistelliger Umsatzrenditen vorzustoßen.“

Wechsel im Aufsichtsrat

Manfred Bender, Vorsitzender des Vorstandes der Pfeiffer Vacuum AG, hat erklärt, dass er sein Mandat mit Ablauf der nächsten Hauptversammlung niederlegen möchte. Vorstand und Aufsichtsrat bedanken sich für seine Unterstützung seit 2006 und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg. Vorstand und Aufsichtsrat planen, der Hauptversammlung am 12. Mai 2011 als Nachfolger Helmut Ruwisch, Vorstandsvorsitzender der Indus AG, zur Wahl vorzuschlagen.