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technotrans Zusammenarbeit mit dem Friedensdorf, Warendorf

Wir unterstützen im Namen aller Kunden das Friedensdorf International - helfen Sie mit!

Wir wollen Kindern wieder eine Zukunft und Hoffnung geben!

Solange wir täglich sehen, was an vielen Orten in der Welt den Jüngsten, Schwächsten und Unschuldigsten – den Kindern – körperlich und seelisch angetan wird, werden wir helfen! Unsere Hilfseinsätze geben verletzten und kranken Mädchen und Jungen, die in ihren von Kriegen und Krisen heimgesuchten Heimatländern nicht behandelt werden können, eine Chance zu überleben. Und wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe durch Projekte in den Heimatländern der Kinder.

www.friedensdorf.de

Das Friedensdorf wurde 1967 gegründet und holt jährlich über 500 Kinder im Alter zwischen 2 und 12 Jahren zur medizinischen Versorgung nach Deutschland, weil die kleinen Patienten in ihrer Heimat keine erhalten können. Regionale Schwerpunkte sind aktuell Afghanistan/Kaukasus/Zentralasien und Angola. Die kranken Kinder werden in deutschen Krankenhäusern versorgt und wieder nach Hause gebracht, wenn sie gesund sind. Neben dem Geld, das besonders für die Flüge der kleinen Patienten und deren Unterbringung in der vereinseigenen Heimeinrichtung benötigt wird, unterstützen bundesweit hunderte ehrenamtliche Helfer die Arbeit der Organisation, sammeln beispielsweise gebrauchte Kinderkleidung und betreuen die Kinder im Krankenhaus oder im Friedensdorf, wo sie bis zu ihrer Abreise wohnen.

ERFOLGSGESCHICHTEN

  • Die normalste Sache der Welt

    Friedensdorf Warendorf, Kunta, 11 Jahre, aus Bajul/Gambia

    Kunta, 11 Jahre, aus Bajul/Gambia

    Kunta wurde mit einer komplizierte kinderchirurgische Fehlbildung im Bereich des Darms in Banjul, Gambia, geboren. Es bestand für Sie keine Möglichkeit, auf die Toilette zu gehen.

    In ihrer Heimat war diese Krankheit nicht behandelbar- zwar gab es schon einige OPs in Gambia, jedoch hatte das Mädchen immer wieder starke Schmerzen und Probleme bei der für uns „normalsten Sache der Welt“ und schämte sich zur Schule zu gehen.

    Als „Lösung“ bekam Kunta einen künstlichen Ausgang, der ihr aber auch erhebliche Probleme bereitete.

    Nur selten sieht man in Deutschland diese Erkrankung mit solch ausgeprägter Form, doch mit Hilfe des Friedensdorf wurden Kunta einige OPs in einer Spezialklinik ermöglicht, die erfolgreich verliefen. Nach intensiver Krankengymnastik (Toilettentraining) kann die kleine Patientin nun wieder selbstständig zur Toilette gehen - ihr größter Wunsch, mit ihren Freundinnen zur Schule gehen zu können, wurde wahr.

    Außerdem freut sich Kunta sehr darauf, wieder alles essen zu können, worauf sie Lust hat. Sie vermisste es, frischen oder getrockneten Fisch mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder zuzubereiten.

    Gambia ist seit 2012 Einsatzland des Friedensdorfs. Es ist kein Kriegsgebiet, das unter den direkten oder indirekten Folgen einer gewaltsamen Auseinandersetzung leidet, sondern vielmehr ein Krisengebiet, das sich aufgrund mangelnder Ressourcen nicht entwickeln kann.

  • Friedensdorf Warendorf, Shaknoza, 9 Jahre, aus Denau, Usbekistan

    Das Lieblingsspiel "Oq terak , ko’k terak"

    Shaknoza, 9 Jahre, aus Denau, Usbekistan

    Shaknoza hatte einen Kochunfall mit heißem Öl ein Jahr bevor sie ins Friedensdorf nach Deutschland kam. Narbenkontraktionen an Hals, Schultern und Ellenbogen schränkten ihre Bewegung stark ein.

    Durch ihre Verbrennungen war das fröhliche Mädchen stark funktionell eingeschränkt - sie konnte kaum alleine essen, sich waschen, sich anziehen oder auf die Toilette gehen, geschweige denn im Haushalt helfen, da sie ihre Arme so gut wie gar nicht bewegen konnte.

    Von ihren Freunden wurde sie teilweise ausgeschlossen, da sie das Lieblingsspiel „Oq terak , ko’k terak“ nicht mehr mitspielen konnte, da Kopf und Arme ja mehr oder weniger am Körper angewachsen waren. Dieses Spiel spielt man mit mindestens 10 Kindern: 5 Kinder bilden eine Gruppe und die restlichen 5 Kinder bilden die zweite Gruppe. Es geht so: Die Gruppen fassen sich an den Händen und bilden eine Kette. Ein Teilnehmer läuft dagegen und wenn er die Kette reißt, siegt er.

    Die Familie, die sehr ärmlich lebt, hat fast 700 Kilometer Weg auf sich genommen, um in die Hauptstadt Tashkent zu gelangen. Dort befindet sich der Hauptsitz der usbekischen Partnerorganisation vom Friedensdorf. Von dort flog Shaknoza für eine Behandlung nach Deutschland.

    Als das Friedensdorf-Einsatzteam dieses Jahr vor Ort war, zeigte das Mädchen sehr stolz, wie gut sie ihre Arme und Kopf wieder bewegen kann. „Oq terak , ko’k terak“ ist wieder zu ihrem Lieblingsspiel geworden (und sie ist eines der geschicktesten Kinder).

  • Glück im Unglück für Muhidin

    Friedensdorf Warendorf: Muhidin, Kulob/Tadschikistan

    Muhidin, Kulob/Tadschikistan

    Bereits vor Vollendung seines ersten Lebensjahrs spielte das Schicksal dem kleinen  Muhidin übel mit. Der Junge zog sich am linken Bein einen komplizierten Knochenbruch zu. Im Kniegelenk setzte sich eine hartnäckige Entzündung fest. Drei Operationen wurden in seiner Heimat Tadschikistan durchgeführt – mit dem Erfolg, dass die Entzündung verschwand, das Knie aber steif blieb.

    Der kleine Junge lernte an Gehhilfen laufen. Muhidin war fix damit und konnte in seiner Heimatstadt Kulob (russisch Kuljab), das im Pamirgebirge und ca. 200 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Duschanbe liegt, sogar zur Schule gehen. Doch die Schmerzen blieben und auch der traurige Blick, wenn er seinen Freunden beim Fußballspielen nur zusehen konnte.

    Dann stellte die tadschikische Partnerorganisation „Dekadelsol – Derewnja Mira“ Muhidin den Friedensdorf-Mitarbeitern vor, die im Rahmen einer Dienstreise das zentralasiatische Land besuchten. Der medizinische Befund wurde mit nach Deutschland genommen, die Behandlungsmöglichkeiten in hiesigen Krankenhäusern geprüft und Muhidins Name schließlich auf die Z-Liste gesetzt. Z bedeutet Zusage. Im August 2013 konnte der inzwischen Neunjährige mit weiteren Kindern aus Zentralasien, Afghanistan und dem Kaukasus nach Deutschland geflogen werden. Mit ihm reisten seine eigene und die große Hoffnung seiner Familie, dass die Operation gelingen würde und Muhidin anschließend endlich richtig laufen könnte. Die Ärzte des Krankenhauses in Marl sollten die Hoffnungen erfüllen. Im Oktober desselben Jahres begradigten sie Muhidins Bein und stabilisierten es mit einem externen Fixateur. Die Prognose war gut und so war der zuversichtliche Junge für den nächsten Hilfseinsatz im Februar 2014 fest eingeplant. Doch dann folgte die Riesen-Enttäuschung: Ende Januar bekam Muhidin die „Pin-Pons“ – so nennen die Friedensdorf-Kinder die Windpocken.

    Der Termin zur Fixateur-Entfernung musste erst einmal storniert und die glückliche Heimreise um sechs Monate bis zum übernächsten Hilfseinsatz verschoben werden. So dachte man. Aber der tapfere Tadschike hatte Glück im Unglück. Als die Windpocken und auch der Fixateur an seinem Bein im März 2014 endlich verschwunden waren, stand wiederum eine Zentralasien-Dienstreise eines Friedensdorf-Teams an – erste Station Tadschikistan. Für Muhidin und zwei weitere Kinder bedeutete dies das Ticket nach Hause. Ein ausgefallener Anschlussflug in Istanbul und lange Stunden des Wartens konnten die Vorfreude nicht trüben. In Tadschikistan lief Muhidin seiner Mutter in die Arme, die ihn gar nicht mehr loslassen wollte. Später gab es für ihn nur noch eines: Endlich Fußball mit den Freunden spielen. Zum ersten Mal im Leben ohne Gehhilfen.

  • Ein besonders normales Mädchen

    Friedensdorf Warendorf: Polid, 10 Jahre, Bié/Angola

    Poldi, 10 Jahre, Bié/Angola

    Poldi ist 10 Jahre alt und ihr Lieblingsspiel ist "Mensch ärgere dich nicht". Wenn sie mit anderen Kindern spielt, sucht sie sich immer die gelben Püppchen aus, denn gelb ist ihre Lieblingsfarbe. Außerdem gewinnt sie damit häufiger. "Zu gewinnen ist schön", sagt sie, "aber manchmal verliert man auch". So ist das eben. Sich darüber zu ärgern, das hat "Poldi" - so ihr Spitzname - gar nicht nötig.

    Leopoldina ist nicht zum ersten Mal im Friedensdorf. Die Hilfsorganisation holte sie bereits im Mai 2007 im Rahmen des 40. Angola-Hilfseinsatzes zum ersten Mal nach Deutschland. Damals plagte sie eine Knochenentzündung (Osteomyelitis) im rechten Arm, die in ihrer Heimat nicht behandelt werden konnte und die ihren Arm schon ziemlich steif gemacht hatte. Zusammen mit rund 70 anderen Kindern kam sie nach Deutschland, um hier medizinische Hilfe zu erhalten und musste dafür, wie alle anderen Kinder auch, ihre Eltern und Geschwister zurücklassen. Auch wenn Poldi inzwischen die Erfahrung gemacht hat, dass sie nach ihrer Behandlung bald wieder in ihre Heimat zurückkehrt und von ihrer Familie dort freudig erwartet wird, tut die Zeit der Trennung weh.

    Poldi weiß genau, was sie sich wünscht: Nämlich ihre Familie bald wieder zu sehen, die in Angola, genauer in der Provinz Bié, lebt. Angola liegt in Südwestafrika und Poldi befindet sich gerade in Europa - in Deutschland - im Ruhrgebiet - in Oberhausen - im Friedensdorf - im Lernhaus. Das ist so ähnlich wie eine Schule, aber wirklich nur ungefähr ähnlich und bestimmt ganz anders als die Schule in Poldis Heimatort.

    Poldi scheint für sich einen guten Weg gefunden zu haben, mit der Situation fern von Zuhause umzugehen. Deutsch hat sie natürlich schon längst gelernt. Mit ihren zehn Jahren und ihrem dreimaligen Auslandsaufenthalt ist Poldi inzwischen schon ein Profi. Deswegen weiß sie auch, wie den kleineren Kindern zu Mute ist, wenn sie ohne mae und pae ins fremde Deutschland kommen und zuerst nur die notwendigsten Gebärden für "Hunger", "Durst", "Schmerzen" und "Pippi machen" kennen. Poldi kann dann vermitteln. Sie dolmetscht und kümmert sich um die Kinder auf dem langen Flug und während der Eingewöhnungszeit im Dorf.

    Als sie zu ihrem jüngsten Aufenthalt eintraf, sagte sie, ihrem Arm gehe es schon wieder gut. Es müsse nur noch die Metallplatte entfernt werden, die ihr Ende 2009 eingesetzt worden war, um die Stabilität zu erhöhen und ihren von der Entzündung stark angegriffenen Knochen besser nachwachsen zu lassen. Angst vor der Operation habe sie nicht, sie kenne das ja schon, was im Krankenhaus passiert.

    Poldis Zuversicht hat sich ausgezahlt. Die Entfernung der Metallplatte ist vor einigen Wochen geglückt und die anschließende Krankengymnastik hat sie mit links, oder besser gesagt "mit rechts" gemacht. Ein gutes Vorbild und Ansporn für die Kleinen. Wer gut mitmacht, wird schneller gesund und umso kürzer wird die Wartezeit bis es zurückgeht zu Eltern, Geschwistern und Freunden, die daheim sehnsüchtig warten.

    Poldi hat es bewiesen, denn Anfang November ist sie im Rahmen des 49. Angola-Hilfseinsatzes zurückgeflogen, begleitet von einigen "ihrer" kleinen Schützlinge aus dem Friedensdorf. Zum Abschied strahlte und winkte Poldi, ein ganz normales Mädchen, ein besonders normales!

  • Damit du groß und stark wirst

    Friedensdorf Warendorf: Nematullah, Wardak/Afghanistan

    Nematullah, Wardak/Afghanistan

    Als Nematullah im August 2011 im Friedensdorf ankam, wog er gerade einmal fünf Kilogramm und das bei einer Größe von 86 Zentimetern. Zu klein und zu leicht für einen Jungen, der sechs Jahre alt sein sollte. Nematullah wirkte viel jünger. Sein genaues Geburtsdatum ließ sich jedoch nicht herausfinden – wie bei vielen Kindern aus Afghanistan. Sie haben keine Geburtsurkunden, keine Pässe. Nematullahs Pass wurde erst für die Aufnahme in Deutschland ausgestellt, sein Geburtstag geschätzt. Wie viele andere Kinder im Friedensdorf kann er ihn nun am 31. Dezember feiern.

    Nematullah, der mit seinen Eltern und seinen drei Schwestern in der afghanischen Provinz Wardak, westlich von Kabul, lebt, litt an einer Verengung der Speiseröhre, die in Afghanistan nicht behandelt werden konnte. Die Folge: Er konnte nur flüssige Nahrung zu sich nehmen, magerte ab, sein allgemeiner Gesundheitszustand verschlechterte sich und sein Körper verlangsamte das Wachstum dramatisch. Die Ärzte in Deutschland bestätigten: Nematullah sei deutlich unterentwickelt, sein biologisches Alter entspreche nicht seinem Entwicklungsstand.

    Um ihm wieder eine normale Nahrungsaufnahme zu ermöglichen und sein Wachstum anzukurbeln, bekam er Hormone und eine Speiseröhrenbougierung. Bei dieser mehrfach in Narkose durchgeführten Behandlung wurde Nematullahs Speiseröhre nach und nach wieder geweitet, so dass der kleine Patient zunächst breiige Kost und zunehmend feste Nahrung aufnehmen konnte.

    Wie die „Kleine Raupe Nimmersatt“ aus dem bekannten Kinderbuch futterte Nematullah sich durch die Friedensdorf-Küche und legte zusehends an Gewicht zu. Salat, Kartoffeln und Fischstäbchen – kein Problem für den kleinen Schützling, der mit den Pfunden auch an Sicherheit und Mut gewann. Dauerte die Verteilung des Mittagessens zu lange, meldete er sich mit erhobenem Zeigefinger zu Wort: „Ich noch nix!!“

    Auch was seine Kleidung anging, erstritt Nematullah sich immer häufiger Mitspracherechte. Der „Bob der Baumeister“-Pullover sollte es bitteschön sein und kein anderer. Keine Frage, dass der besagte Pullover auch in die blaue Friedensdorf-Tasche wanderte, die der kleine Afghane packte, ehe er zusammen mit den 67 anderen Heimkehrern, darunter 43 aus Afghanistan, die Heimreise antrat.

    Mit ihm reiste auch ein Puzzle, denn das war inzwischen Nematullahs Lieblingsbeschäftigung geworden. Ein 60-Teile-Puzzle mit dem „Kleinen Eisbär“ als Motiv schaffte er ohne Probleme in kürzester Zeit. Mit herausgestreckter Zunge und ohne sich von den anderen Kindern ablenken zu lassen setzte er ganz fachmännisch zuerst den Rand, dann die Innenteile zusammen und verschönerte sich so manche Stunde des Wartens auf Zuhause.

    Zwischen seiner Ankunft in Deutschland und dem Datum seiner Abreise lagen sechs Monate. Eine Zeit, in der der kleine Mann mit dem verschmitzten Lächeln viele neue Erfahrungen machte, zwei Krankenhäuser, das Friedensdorf und viele andere Kinder aus seiner Heimat und auch aus anderen Ländern kennenlernte, zum „Puzzle-König“ wurde, seine Milchzähne verlor und trotzdem sein Gewicht verdoppeln konnte.

  • Spendenkonten

    Stadtsparkasse Oberhausen

    KTN: 102400
    BLZ: 365 500 00
    IBAN: DE59 3655 0000 0000 1024 00
    SWIFT-BIC: WELADED1OBH

  • Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe

    KTN: 111 153
    BLZ: 352 510 00
    IBAN: DE84 3525 1000 0000 1111 53
    SWIFT-BIC: WELADED1DIN


  • Jahresbericht 2015

  • Bericht April 2016