technotrans-Kühllösung
für den Spritzguss bei Miele
im Einsatz.

Der Name Miele steht für Qualität. Der Slogan des Konzerns lautet entsprechend: Immer Besser. Diesen Ruf hat sich das Unternehmen über Jahrzehnte erarbeitet. Der Endkunde erlebt dieses Versprechen anhand langlebiger Produkte. Um den eigenen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, setzt das Unternehmen auch in den Fertigungsbereichen auf innovative Technologien. Zur Kühlung der Hydraulik am Standort Warendorf nimmt Miele beispielsweise eine ganz besondere Trockenkühlung der technotrans-Tochter Reisner Cooling Solutions in Anspruch.

Ausgangslage// Die Investition am Standort Warendorf, dem sogenannten „Technology Center Plastics“, wurde notwendig, als ein altes geschlossenes System mit Hybrid-Verdunstungskühler nach 25 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand geschickt wurde. Die neue Lösung ermöglicht die Bereitstellung von Wasser mit einer Temperatur von 30 °C auch bei hohen Außentemperaturen von bis zu 35 °C.

In dem bis dahin genutzten System bei Miele kam das Wasser in direkten Kontakt mit der Umgebungsluft und führte zu einem starken Schmutzeintrag in das aufbereitete Zusatzwasser. Denn das Kühlprinzip beruht auf dem Verdunstungseffekt. Dabei geht kontinuierlich Wasser verloren. Zudem muss das Umlaufwasser aufwändig gefiltert und mit Wasserzusätzen geimpft werden. Eine umfangreiche Überwachung aufgrund einer erhöhten Gefahr von Verunreinigung, zum Beispiel mit Legionellen und anderen Bakterien, sorgt hier für einen immer höheren Stellenwert und Wartungsaufwand.

Die Alternative zu offenen Kühlsystemen sind geschlossene Freikühler, die Wärme über eine Luft-Wasser-Wärmetauscher an die Umgebung abgeben. Sie kommen rund 5 Kelvin an die Außentemperatur heran. Wenn also eine Wasservorlauftemperatur von 30 °C erforderlich ist, funktioniert diese herkömmliche Technik somit bis zu einer Außentemperatur von 25 °C problemlos. Ist es draußen wärmer, muss eine Zusatzkühlung über Besprühung, Stadtwasserzugabe oder eine zusätzliche Kältemaschine hinzugeschaltet werden, um die 30 °C Wasservorlauf zu halten.

Miele made in Germany:
60% aller Miele Kunststoff-
teile werden im eigenen Werk
in Warendorf hergestellt


Aus Warendorf beliefert das Unternehmen sämtliche Gerätewerke der Miele-Gruppe. Zum Programm zählen komplexe Baugruppen wie Waschmaschinentüren oder Trocknersiebe, Mehrkomponententeile und Teile mit Hochglanzoberflächen wie beispielsweise Staubsaugergehäuse.

60 Prozent der in deutschen Miele-Gerätewerken verbauten Kunststoffteile kommen laut eigener Aussage aus Warendorf. Darüber hinaus betreut das 1975 gegründete Werk mit seinen rund 300 Beschäftigten die Kunststoffproduktion der Miele-Standorte in Uničov (Tschechien), Dongguan (China) und Ksawerów (Polen).

Die Lösung// Das Besondere an der neuen technotrans-Lösung ist die Kombination mit dem PAD-System, das über befeuchtete Waben auch das Kühlen bei hohen Außentemperaturen ermöglicht. Somit spart Miele nicht nur Aufwand und Kosten, sondern wird auch dem eigenen Anspruch an qualitativ hochwertige Lösungen gerecht.

 

Diesen umschreibt Alexander Wibe, Leiter Betriebstechnik, folgendermaßen: „Wir haben uns nach einer energiesparenden Lösung umgesehen, die auch technisch keine Wünsche offen lässt. Die Kühlung sollte qualitativ hochwertig sein und auf namhafte Komponenten setzen. Wartungsarm, zuverlässig und effizient gepaart mit einem 24h-Service im Havariefall – das war das geforderte Gesamtpaket.“

»Kosten, Technik, Service:
technotrans bot das beste
Paket.«

Enge Partnerschaft mit
individueller Lösung

Die Entscheidung zugunsten von technotrans fiel letztlich leicht: „Von den Kosten über die Technik bis zum umfassenden Service bot technotrans das beste Paket“, sagt Wibe.

In der unkomplizierten und kundenorientierten Planungsphase erläuterte das technotrans Projektteam, welche individuelle Lösung es einsetzen möchte.

Das Besondere daran ist das geschlossene System, bei dem ein V-förmiger, selbstentleerender Freikühler verbaut ist. Die Wabenstruktur des Pad-Systems wird erst dann mit Stadtwasser befeuchtet, wenn hohe Außentemperaturen ab etwa 25 Grad Celsius dies erfordern. Durchströmt die Luft diese Struktur, kühlt sie ab – wie bei einer adiabaten Kühlung üblich. Dann wird die Prozesswärme mittels eines CU/Al Wärmeübertragers (nicht durch Verdunstung) an die abgekühlte Luft abgeführt.

„Entscheidend ist dabei, dass das Besprühungswasser nicht in Berührung mit dem Wärmetauscher kommt“, erläutert Günter Sareyko, Leiter Vertrieb Reisner Cooling Solutions GmbH. So trennt Reisner den zweiten Schritt, die Übertragung der Prozesswärme, räumlich vom ersten. „Die Wärme wird nahezu vollständig über die Luft abgeführt und Miele hat somit eine zuverlässige und kostengünstige Kühllösung, so Sareyko weiter.

Durch den speziellen Aufbau
sinken die Betriebskosten
erheblich

Insgesamt bietet die neue Anlage eine Rückkühlleistung von bis zu 500 kW und sorgt bei bis zu 35 Grad Celsius Außentemperatur zuverlässig für die gewünschte Prozesstemperatur.

Auch in Sachen Wartung hat technotrans mitgedacht. Eine leichte Austauschbarkeit der PADs, die je nach Einsatz bereits drei bis fünf Jahre Standzeit ermöglichen, war ebenso wichtig wie ein minimierter Wasserverbrauch und der Einsatz langlebiger Materialien.

»Die beste Lösung ist auch
die nachhaltigste.«

Miele spart nicht nur durch die besondere Konstruktion, auch die Komponenten selbst sind energiesparend ausgelegt

So das Motto von technotrans. Das ausfallsichere Doppelpumpensystem mit einem Volumenstrom von bis zu 87 m³/h ist ebenso drehzahlgeregelt wie die 14 Ventilatoren mit EC-Motoren. Auch die Befeuchtung selbst ist mehrstufig. Der verbaute Rücklauffilter arbeitet komplett drucklos und lässt sich im laufenden Betrieb wechseln. Somit reduziert technotrans die benötigte Energie in jedem Prozessschritt auf ein Minimum.

Noch kann Wibe die Kosten- und Zeitersparnis nicht exakt beziffern, ist aber nach den ersten Erfahrungen sehr positiv gestimmt. „Die frühen Erkenntnisse zeigen, dass der Energieverbrauch deutlich gesunken ist. Die Anlage läuft sehr stabil und es ist uns gelungen, vollständig auf den Einsatz von Chemie zu verzichten.“

Optimierung mit Vollstromfiltration

Den hohen Anspruch von Miele belegt auch die Entscheidung für eine zusätzliche Filterlösung und eine chemiefreie Wasserbehandlung. Bereits nach kurzer Einsatzzeit zeigte sich durch die Wasserbehandlung mit der Vollstromfiltration im Rücklauf eine stetig steigende Wasserqualität. Die Anlage löst Kalk- und oder Korrosionsverbindungen mittels niederfrequenter elektromagnetischer Wechselfelder. Anschließend lassen sich diese entsprechend aus dem Wasser filtern.

„Miele steht eben für Qualität. Daher sind wir sehr zufrieden, dass wir mit unserer Kühlkompetenz ein Stück weit zu diesem Image beitragen können“, resümiert Günter Sareyko.

Alexander Wibe, Miele// „Die schnelle Lieferung und Inbetriebnahme im laufenden Betrieb ohne die Installation von Leihkälte waren optimal. technotrans arbeitete immer sauber und gewissenhaft, damit wurden unsere Erwartungen absolut erfüllt. Dazu zählen beispielsweise auch der Schaltschrankbau nach Miele-Vorgaben oder die unkomplizierte Kommunikation während des gesamten Projekts.“

Sie haben Fragen?
Wir haben die Antworten.

Günter Sareyko
Leiter Vertrieb

T. +49 (0)2301 91013-14
günter.sareyko@reisner-cooling.de